Kochen und Backen

So funktionieren Kochfelder mit Induktion, Ceran und Masse

Ein lesenswerter Artikel aus dem Jahr 2015

Einfache Bedienung, schnell reagierende Platten, exakte Temperaturregelung – ob die Essenszubereitung Lust oder Frust wird, entscheidet nicht zuletzt das Kochfeld. Wir haben die aktuellen Techniken der Kochfelder für Sie verglichen.

Kochfelder mit Induktion

Beim Induktionsherd befindet sich unter der glatten, leicht zu reinigenden Glaskeramikplatte eine Kupferspule. Wenn durch diese hochfrequenter Strom geleitet wird, entsteht ein elektromagnetisches Wechselfeld, das im darüber stehenden Topf Wirbelströme erzeugt, die das Metall von Topfboden und Seitenwänden erhitzen. Anders als bei herkömmlichen Ceran- oder Masseherden, die sich erst selbst langsam erhitzen müssen, wird hier die Wärme ganz schnell und genau da erzeugt, wo sie gebraucht wird: im Boden und in den Wänden des Kochgeschirrs. Durch diese kurze Reaktionszeit lässt sich nicht nur der Koch- und Bratvorgang sehr präzise regeln. Induktionskochfelder gelten als energieeffiziente Form der Kochfelderwärmung.

Darstellung der Funktionsweise von Induktionsfeldern
Bei Induktionsfeldern entsteht die Wärme nicht im Kochfeld, sondern direkt im Kochgeschirr.

Um eine möglichst effiziente Wärmeübertragung zu erreichen, müssen die auf dem Induktionsherd verwendeten Pfannen und Töpfe ferromagnetisch sein. Das können Sie mit einem Magneten ganz einfach selbst überprüfen: Haftet der Magnet, eignet sich das Geschirr auch für den Induktionsherd. Die Wärmeverteilung hängt unter anderem vom Aufbau und Material des Kochgeschirrs ab. Ansonsten gilt wie bei jedem Herd – das Kochgefäß sollte zur jeweiligen Größe der Platte passen und plan aufliegen. Es sei denn, Sie entscheiden sich für ein Gerät mit flexiblen Kochzonen. Auf einem solchen Herd können Sie die Töpfe unabhängig von Größe und Form beinahe beliebig platzieren. Ihr Technik-Profi-Fachhändler führt die unterschiedlichsten Modelle und Marken und kann Sie umfassend und im Detail beraten.

Spiegelei zur Hälfte in einer Pfanne und zur Hälfte auf Induktionsfeld
Da die Wärme überwiegend im Kochgeschirr entsteht, kann sich die Kochfeldoberfläche weniger stark erwärmen als bei einigen anderen Kochfeldtechnologien.

Fazit: Induktionskochfelder ermöglichen eine schnelle Wärmebereitstellung und eine präzise Steuerung der Kochtemperatur. Damit das funktioniert, muss das Kochgeschirr für Induktion geeignet sein. Da das elektromagnetische Wechselfeld des Induktionsherdes die Funktion elektronischer Implantate beeinträchtigen kann, sollten sich Menschen mit Herzschrittmacher vor der Anschaffung eines solchen Herdes von Ihrem Arzt beraten lassen.

Kochfelder mit Halogenkochzone und Ceran

Beim Cerankochfeld befindet sich direkt unter der Glasplatte eine Heizspirale, die Halogenheizstrahlen durch das besonders wärmedurchlässige Ceranglas nach oben abstrahlt. Der Topf auf dem Kochfeld wird so gleichmäßig und schnell erhitzt. Die erhitzte Heizspirale leuchtet rot auf, sodass sofort ersichtlich ist, ob ein Kochfeld aktiv ist oder noch nachglüht. Cerankochfeld gehören zu den verbreiteten Kochfeldtypen im Haushalt.

Vierfaches Kochfeld von oben
Bei autarken Cerankochfeldern befinden sich die Bedienelemente direkt auf dem Kochfeld. Modelle mit Touch-Bedienung ermöglichen eine Bedienung direkt am Kochfeld.

Praktisch sind autarke Ceranfelder mit einer vom Backofen getrennten Steuerung. In Einbauküchen lässt sich der Backofen in ergonomischer Arbeitshöhe installieren, und unter dem Kochfeld gibt es Platz für Schubladen mit Kochgeschirr. Auch überbreite Kochfelder (bis 90 cm Breite) werden immer beliebter. Ihr Technik-Profi-Fachhändler kennt die unterschiedlichen Modelle, kann Sie umfassend beraten und kümmert sich selbstverständlich auch um die Installation. Fazit: Cerankochfelder bieten eine weit verbreitete Lösung für unterschiedliche Kochgewohnheiten. Es ist zuverlässig, leicht zu reinigen und Sie können so gut wie alle Töpfe darauf verwenden.

Kochfelder mit Massekochplatten

Bevor das Cerankochfeld die deutschen Küchen eroberte, kochte man auf schwarzen Scheiben aus Gusseisen. Die innen liegenden Heizelemente erhitzen diese Massenplatten vergleichsweise langsam, allerdings bleibt auch nach dem Abschalten noch lange Restwärme zum Fertiggaren und Warmhalten der Speise erhalten.

Alte Kochplatte von vorne
Lange waren die hoch stehenden schwarzen Kochplatten der Standard in deutschen Küchen. Ceran- und Induktionskochfelder haben in vielen Haushalten die klassischen Massekochplatten ersetzt.

Weil sich das Material der Kochplatten durch die Hitze ausdehnt, haben sie meist in der Mitte eine Vertiefung, damit sich das Zentrum der Kochplatte nicht über den Rand hebt und der Topfboden plan aufliegt. Fazit: Da Massefelder aufwändiger zu pflegen sind und auch von der Optik nicht an Ceran- oder Induktionsherde heranreichen, werden sie heute seltener in neuen Küchenplanungen eingesetzt.

Mehr zum Thema

Das könnte dich auch interessieren